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Geschichte zurück

Historische Entwicklung der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich

"Es wird allseitig zu sehr vergessen, dass Gesetze alleine nicht helfen können und dass hauptsächlich durch das Volk selbst Besserung geschaffen werden muss, unter Beachtung des Spruchs: 'Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!'

Bei richtiger Leitung der Vereine sind sie ein sicheres Mittel zur Hebung des materiellen Wohlstandes."

F. W. Raiffeisen

Die erste Raiffeisenbank

Am 5. Oktober 1888 billigte der oberösterreichische Landtag die Statuten für Vorschusskassenvereine nach F. W. Raiffeisen. Die Gründung der ersten "Raiffeisenkasse" Oberösterreichs erfolgte bereits am 3. Februar 1889 in Weißkirchen an der Traun, und zwar durch die Bezirksgenossenschaft der Landwirte in Weißkirchen.

Die erste Raiffeisenbank Oberösterreichs

Im Gasthaus Binder in Weißkirchen an der
Traun  war die erste Raiffeisenkasse
Oberösterreichs untergebracht.

Euphorie und Zusammenbruch

Es folgte eine unbeschreibliche Gründungseuphorie. Zur Jahrhundertwende verfügte bereits jede dritte oberösterreichische Gemeinde über eine eigene Vorschusskasse.

Die Raiffeisenbankengruppe trotzte weitgehend dem 1. Weltkrieg, der Weltwirtschaftskrise und dem Bankenkrach. Vom 2. Weltkrieg wurde sie jedoch arg gebeutelt. Doch der Wiederaufbau unterm Giebelkreuz gelang – und das unter demokratischen Vorzeichen!

Die 50er Jahre waren geprägt vom Neu- und Umbau der Raiffeisenkassen. Erstmals war der Schriftzug "Bank" zu lesen.

Partner der kleinen Landgemeinden

Die Raiffeisenbankengruppe war stets ein starker Partner der Landwirtschaft und der kleinen Landgemeinden. Der sogenannte "Alleinvertretungsanspruch" auf Orte bis 3.500 Einwohner wurde aber immer mehr zum Korsett. Erst seine Abschaffung, die Aufgabe der unbeschränkten Haftung und wohlüberlegte Fusionen führten die Bankengruppe in die Blütezeit.

Damit war der Grundstein für die stärkste regionale Bankengruppe Österreichs gelegt – für einen "Regional Player", wie sie Generaldirektor Ludwig Scharinger bezeichnet.